Sonntag, 16. März 2014

Rotorua - Hot Water Beach, Sonntag 16.3.2014

Heute Nacht hat der Sturm Lusi Rotorua erreicht und wir haben sehr wenig geschlafen. Der Regen hat auf das Dach des Campers gehämmert und immer wieder sind Äste des Baumes unter dem wir standen auf das Dach gefallen. Da der Campingplatz sehr voll war, konnten wir keinen Platz ohne Baum mehr bekommen. Im Camper bekommt man alles sehr unmittelbar mit, die Sonnenuntergänge, die Kälte und auch die Stürme.

Sturm-Winde von Lusi am Samstagabend


Der Morgen nach dem Sturm

Alice hat auch nicht gut geschlafen und so waren wir alle schon vor 7h wach und sind ausnahmsweise auch schon um 9 unterwegs gewesen. Alice hatte keine gute Laune, blieben doch alle ihre Versuche auf den Spielplatz zu kommen ohne Erfolg. So sind wir als erstes in den McDonald’s gefahren, die haben immer Spielplätze :-) Für uns gab es einen ersehnten Nicht-Instant-Kaffee und für Alice Rutschbahnen und Treppen. Überrascht hat uns nur, wie viel an einem Sonntagmorgen im McDonald’s los war!

So macht Fahren keinen Spass
Wir sind bei immer noch garstigem Wetter weiter gefahren. Der Sturm zog weiter in Richtung Süden und wir waren nach Norden unterwegs, es wurde also immer heller. Laut Regenradar sollte es gegen Mittag nicht mehr so viel regnen und genau so war es. Kurz nach dem Mittag war schon wieder blauer Himmel zu sehen und wir machten eine Pause an einem beliebten Surferstrand in Whangamata. Alice ging auf Seemövenjagt, ein unendliches Spiel :-)



Whangamata Beach


Alice jagt Seemöven

Um halb 2h waren wir in Opoutere, unserem vermeintlichem Tagesziel. Beim Eingang zum Campingplatz hing ein Schild: “Bis auf weiteres geschlossen”. In der näheren Umgebung gab es kaum Campingplätze und so mussten wir nochmal 50min bis “Hot Water Beach” fahren. So sind wir heute insgesamt 3h gefahren, was für Alice lange ist. Sie hat aber viel fehlenden Schlaf von letzter Nacht nachgeholt während der Fahrt und danach friedlich mit ihrem Bagger gespielt “Brrrr-brrrr-brrr”.

So sind wir weiter auf der Coromandel-Halbinsel nach Norden gefahren. Coromandel ist eine mandelförmige Halbinsel im Nordwesten der Nordinsel und ist mit ihren Hügeln, Buchten und Stränden eine beliebte Feriendestination für Neuseeländer. Eigentlich hätten wir ja am Freitagabend schon hier ankommen wollen, aber wir wollten die Gegend hier bei Sonnenschein geniessen und haben darum länger im Landesinneren verbracht.

Hot Water Beach

Wir sind um kurz nach halb 3h in Hot Water Beach angekommen und haben auf dem Campingplatz neben dem Strand einen Platz bezogen. In Hot Water Beach fliesst warmes Wasser durch den Strand ins Meer und man kann bei Ebbe Löcher in den Sand buddeln und hat so seinen eigenen Whirlpool. An der Rezeption sagten sie uns, dass die Ebbe nur noch bis um 3h dauert, wir müssten also jetzt zum Stand gehen, was wir auch gemacht haben. Schnell geparkt, unsere 7 Sachen zusammengesucht und los. Nur als wir am Strand angekommen sind, war die Flut schon so hoch, dass wir nicht mehr an den Felsen vorbei gekommen sind. Schade. Als hätte das nicht gereicht, fing es in dem Moment an zu regnen. Bei unserem schnellen Aufbruch vom Campingplatz hatten wir natürlich nicht noch Regensachen eingepackt. Nach dem 10 minütigen Marsch zurück waren wir alle tropfnass. Alice hatte in der Kraxe trotzdem ihren Spass, sie hat die Hände rausgehalten und den Regen bewundert. Wir sind direkt alle unter die warme Dusche.

Hot Water Beach

Pünktlich zum Abendessen war es wieder sonnig und so haben wir draussen gegessen. Alice konnte mit der Katze spielen, den Spielplatz auskundschaften und mit einem gleichaltrigen Mädchen (das sogar fast gleich gross ist wie sie!) aus Holland spielen.

Oooohhh ein Büsi

Wir hatten jetzt etwas mehr als 24h Regen. Bisher hatten wir auf der Reise grosses Glück. In Dunedin (Otago Peninsula) hat es den ganzen Tag geregnet, in Motueka mal eine Stunde (als ich die Wäsche aufgehängt habe...) und in Picton vielleicht 2h. Sonst abends oder nachts ein wenig. Das ist nicht viel auf 5 Wochen gesehen. Trotzdem kam mir dieser Sturm ewig vor. Es ist halt nicht einfach, ein Kleinkind, das gerade (fast) nichts anderes machen will als laufen und klettern in einem Camper bei Laune zu halten.

Samstag, 15. März 2014

Rotorua, Samstag 15.3.2014

Heute war es wie vorhergesagt regnerisch und die Herausforderung war, den Tag trotzdem kleinkindgerecht mit Programm zu füllen.

Am Morgen gab es eine grosse Portion Tiere für Alice, wir waren in einer Farm-Show im Agrodome. Es war wirklich eine Show, mit Animator, Leute auf die Bühne holen und Arme-in-die-Höhe-Spielen - aber dafür war es nicht schlecht ;-)

Wir haben 19 verschiedene Arten von Schafen gesehen, konnten das Scheren eines Schafes mitverfolgen und zuschauen wie ein Hund eine kleine Schafherde zusammentreibt. Alice hat gestaunt, immer wieder auf die Schafe auf der Bühne gezeigt und eifrig mitgeklatscht.

Hirtenhund in Action

Farm-Show

19 Sorten Schafe

Schafe scheren

Alice bestaunt die Schafe
Wusstet ihr, dass
- es so viele verschiedene Schafarten gibt?
- es 35 Millionen Schafe gibt in Neuseeland (bei 4.5 Millionen Einwohnern)?
- ein professioneller Schaf-Scherer ca 45 Sekunden braucht um ein Schaf zu scheren?
- die Wolle vom Bauch und Füdli der Schafe nur Sachen verwendet wird, die eingefärbt werden, z.B. Socken?
- es Schafe gibt, die man gar nicht scheren muss, man kann die Wolle einfach wegziehen?

Es gab auch noch einen Streichelzoo mit Meerschweinchen, Angora-Häschen, Ziegen-Babys, Alpakas, einer Kuh, Gänsen, Rehen (!) und natürlich Lämmern. Alice wollte am liebsten alle Tiere gleichzeitig sehen, aber im Gehege war ihr dann doch nicht ganz wohl. Schnell wieder auf Mamis Arm.

Nach dem Mittag sind wir zu den “Rainbow Springs”. Neben vielen anderen Tieren gibt es hier Kiwis und wegen denen waren wir da. Kiwis sind nicht nur eine Frucht, sondern auch das Nationaltier von Neuseeland. Sie sind vom Aussterben bedroht und in den Rainbow Springs gibt es eine Aufzuchtstation. Kiwis sind eigentlich nachtaktive Vögel, die sich aber in den Jahrhunderten, in denen Neuseeland mit keinem anderen Land Kontakt hatte, immer weiter in Richtung eines Säugetieres entwickelt haben. Sie haben keine Flügel mehr und können nicht fliegen und sich daher kaum gegen eingeschleppte Raubtiere wehren. Ihre Eier liegen auf dem Boden und werden gerne von Possums gefressen. Niemand in Neuseeland mag darum Possums.

Die Mitarbeiter der Aufzuchtstation suchen in der Natur die Eier der Kiwis, bringen sie zur Station, wo die Kiwis schlüpfen und ein halbes Jahr später werden sie wieder freigelassen. Dann sind sie so gross, dass sie eine gute Überlebenschance haben.

Da Kiwis nachtaktiv und so selten sind, sieht man sie in freier Wildbahn so gut wie nie. Damit man sie hier beobachten kann, wurde ihr Rhythmus umgestellt, sie leben also nach Schweizer Zeit ;-) Im Raum ist es fast ganz dunkel und Fotos kann und darf man nicht machen. So konnten wir zwei Kiwis beobachten, wie sie mit ihrem langen Schnabel im Boden nach Würmern suchen. Ich hatte mir Kiwis kleiner vorgestellt, ein ausgewachsener Kiwi kann aber schon 40cm hoch werden.

Wir durften auch in die Aufzuchtstation hineinblicken. Durch Glaswände konnten wir beobachten, wie ein Kiwi-Baby (es heisst “Smokey Joe”) gewogen und mit einem Chip versehen wurde. Die meisten Kiwi-Babys sind schon geschlüpft, es sind nur noch ganz wenige auf der Station. Kiwis haben nur ein Junges pro Jahr und die schlüpfen im Frühling und Sommer. Durch den Chip kann man später den Kiwi wieder finden und mit ihm vielleicht auch ein weiteres Ei.

Ganz spannend finde ich was Kiwis auf sich nehmen um ein Baby aufzuziehen. Kurz bevor das Ei gelegt wird, nimmt es etwa einen Drittel des Körpers der Mutter ein. Die Kiwi-Mama kann die letzte Woche gar nichts mehr essen, sie hat keinen Platz mehr dafür. Ein Kiwi-Ei ist sehr gross, eher so gross wie ein Straussen-Ei. Ein Kiwi ist aber viel kleiner als ein Strauss, man würde erwarten, dass er etwa ein Ei legt, das so gross ist wie ein Hühnerei. Wenn das Ei gelegt ist, dann übernimmt der Kiwi-Papa und brütet das Ei aus.

Ein ausgestopfter Kiwi

Auf Kiwis muss man gut aufpassen

Die restlichen Tiere haben wir uns nicht angesehen, da die alle draussen waren und es in der Zwischenzeit heftig geregnet hat.

Den Rest des Tages haben wir auch rumgebracht, aber ich bin froh, dass wir morgen weiterfahren und dann wieder ein “richtiges” Programm haben.

Wo ist jetzt gerade der nasseste Ort in ganz Neuseeland? Genau, in Rotorua!

Freitag, 14. März 2014

Taupo - Rotorua, Freitag 14.3.2014

Wir sind jetzt in Rotorua, das nur eine Stunde Autofahrt von Taupo entfernt ist. Rotorua bedeutet “übelriechender Ort” :-) Wie Taupo ist auch Rotorua in dem geothermisch aktiven Gebiet und hier stinkt es eben mal mehr mal weniger nach Schwefel.

Zwischen Taupo und Rotorua haben wir uns wieder verschiedene geothermische Orte angeschaut, als erstes Wai-O-Tapu, das laut Reiseführer nicht ganz so touristisch sein soll wie andere Orte. Wobei, wenn Wai-O-Tapu nicht so touristisch ist, dann will ich mir die anderen Orte gar nicht vorstellen. Als wir ankamen, war ein Verkehrskadett dabei die Autos auf den Parkplatz einzuweisen. Wir haben später gemerkt, dass wir einfach einen sehr schlechten Zeitpunkt erwischt hatten: in der Nähe gibt einen einen der wenigen Geysire, von denen man weiss, wann sie ausbrechen, nämlich um ca 10 Uhr morgens. Also sind alle anderen direkt von dem Geysir gekommen und wir waren mittendrin.

Wir sind brav der Karte mit den Sehenswürdigkeiten gefolgt. Vieles kannten wir schon von gestern, die meisten Farben hatten wir schon gesehen und dass es überall dampft und blubbert und stinkt, hat uns auch nicht mehr überrascht. Trotzdem gab es einige Highlights, geschichtete Ablagerungen und einen gift-grün-gelben See.

"The Primrose Terrace"

"Devils Bath"

Nicht weit von Wai-O-Tapu entfernt gibt es noch Mud-Pools, ganz ohne Eintritt. In einem Schlammsee blubbert es und immer wieder spritzt Schlamm nach oben, da machte das Zuschauen richtig Spass.

Mud Pools
Nach dem Mittag waren wir im Waimangu Thermal Valley, einem ganzen Tal voller geothermischer Besonderheiten. Man wandert etwa 2h durch das Tal mit einer Karte, welche alles erklärt und am Ende des Weges, beim See, wird man von einem Bus wieder den Berg hochgefahren :-)

Obwohl das nun schon unser dritter Ausflug zu geothermischen Phänomenen war, war es die schönste. Es hatte kaum andere Leute und wir konnten in Ruhe durch das Tal wandern und die Farben und Formen bewundern. 

The Frying Pan - die Bratpfanne. Die durchschnittliche Wassertemperatur ist 55 Grad!


Mini Geysir


"Inferno Crater Lake" liegt in einem 1886 entstandenen Krater. Der See füllt sich langsam und wenn er voll ist, fliesst das meiste Wasser wieder ab. So ein Zyklus dauert 5-7 Wochen, warum weiss man nicht.



Schwarze Schwäne




Nun sind wir in Rotorua und da morgen das Wetter vom Sturm bestimmt wird, haben wir nur Indoor-Aktivitäten geplant. 

Donnerstag, 13. März 2014

Taupo, Donnerstag 13.3.2014

Wir sind noch einen Tag in Taupo geblieben. Für das Wochenende hat sich ein Sturm angekündigt, der dann den Nordwesten der Nordinsel treffen soll - genau da wollten wir ab Freitag abend sein. Aber unser Plan hat ein paar Tage Luft und so bleiben wir vorerst im Landesinneren, bis sich der Zyklon Lusi verzogen hat.

In und um Taupo gibt es auch einiges zu sehen, auch wenn Alice den ganzen Tag auf dem Spielplatz des Campingplatzes bleiben könnte. Die Gegend hier ist von den Vulkanen immer noch stark erhitzt, auch wenn hier keine aktiven Vulkane mehr sind. Lake Taupo liegt in einem riesigen ehemaligen Vulkankrater.

Den Morgen haben wir mit waschen und einkaufen und zum zmittag waren wir sogar in Taupo indisch essen. Es ist immer noch sehr warm und sonnig hier, von einem aufkommenden Sturm noch keine Spur.



Nach dem Essen sind wir in ein thermisch aktives Gebiet gefahren, nach Orakei Korako. Alice ist nach 5 Minuten Fahrt eingeschlafen und als wir angekommen sind, war sie wieder fit und munter. Als sie gesehen hat, dass sie in die Kraxe darf, war sie kaum zu bremsen.

Orakei Korako ist ein Abschnitt an einem See gelegen, an dem verschiedene thermische Phänomene sichtbar sind. Man gelangt nur per Boot in dieses Gebiet.

Orakei Korako

Es gibt Geysire (von denen man leider nie genau weiss wann sie Wasser speien), ungewöhnliche Farben, blubberndes, kochendes Wasser und komische Gerüche.





Ein Silberfarn, die Nationalpflanze von Neuseeland. Die Unterseite der Blätter ist silberfarben

Auf der Rückfahrt haben wir bei den Huka Falls Halt gemacht. Die Huka Falls sind der einzige Abfluss des Lake Taupo. Er hat 47 Zuflüsse und nur diesen einen Abfluss. Dementsprechend viel Wasser schiesst durch die schmale Stelle, 200’000 Liter pro Sekunde. Für jemanden, der wie wir schon einmal am Rheinfall in Schaffhausen gestanden hat, ist das aber nicht wahnsinnig eindrücklich. Der Rheinfall macht an einem schlechten Tag 250’000 Liter pro Sekunde, im Sommer sind es regelmässig 700’000 Liter pro Sekunde.

Huka Falls

Huka Falls
Unsere Route ging in den letzten Tagen mal nach Norden und dann wieder nach Süden. Die meisten Neuseeland-Touristen lassen den ganzen westlichen Teil mit dem Mount Taranaki aus Zeitgründen weg und fahren direkt in den Tongariro National Park.


Whakapapa - Taupo, Mittwoch 12.3.2014




Mount Doom









Auf der Nordinsel ist es tagsüber und nachts merkbar wärmer als auf der Südinsel, so richtig sommerlich warm. Whakapapa liegt allerdings auf ca. 1000m über Meer und darum war es letzte Nacht wieder etwas kälter. Der Campingplatz ist sehr schön angelegt, jeder Stellplatz ist von dichtem Wald umgeben. Der Nachteil ist neben den vielen Mücken, dass die Sonne morgens nicht reicht um den Camper aufzuwärmen.

Wir haben viel unternommen heute, zwei 2-stündige Wanderungen im Tongariro Nationalpark gemacht. Am morgen sind wir von Whakapapa aus zu den Taranaki Falls gewandert, quer durch Lavafelder und immer mit Sicht auf die Vulkane.

Mount Ruapuha

Taranaki Falls

Taranaki Falls von oben

Alice geniesst die Zeit in der Kraxe immer noch sehr. Sie erzählt und singt und schaut an Urs vorbei, wie ein Lokführer aus der Kabine. Wenns ihr zu langsam geht, hüpft und schaukelt sie und wenn sie müde wird, dann schläft sie ein wenig. So war sie gar nicht glücklich als wir nach zweieinhalb Stunden wieder beim Camper waren und sie aus der Kraxe musste. Sie wollte gleich wieder einsteigen. Wir haben ihr aber versprochen, dass sie schon bald wieder rein darf und das Mittagessen hat sie dann abgelenkt.

Nach dem Essen sind wir nur ca 10 Minuten weiter zum Start des Tongariro Crossings gefahren. Der Tongariro Crossing ist die berühmteste Tageswanderung im Nationalpark. Sie dauert 7-8h und geht über einen Sattel dem Mount Doom entlang. Mit Alice kam es für uns nicht in Frage diese Wanderung zu machen, aber als ich das Höhenprofil gesehen habe, hab ich auch bezweifelt, dass ich das auf mich genommen hätte, wenn wir ohne Alice hier wären.

Wir sind bis zu den Soda Springs gelaufen und haben so nur die ersten 4,7km des 19km langen Weges gemacht und ca. 350 der 900 Höhenmeter. Es war direkt nach dem Mittag und recht heiss, zudem gibt es in den Lavafelder keine schattenspendenden Bäume. “Zum Glück” zogen doch noch die typischen Wolken um die Vulkanspitzen auf.

Erster Teil des Tongariro Crossings. Der Weg führt weiter über den Sattel.

Nach Soda Springs geht der Weg dann richtig steil 400 Höhenmeter bergauf. Wir konnten vorher abbiegen und sind weitere 5 Minuten zu einem Wasserfall gelaufen. Unterwegs sahen wir wieder die mineralischen Ablagerungen in den Steinen, alle Farben waren vertreten. Kurz vor Soda Springs waren im den Ablagerungen im Wasser ausserdem kleine Bläschen zu sehen. Wir wissen nicht, warum Soda Springs so heisst, aber die Bläschen wären ein Hinweis.


Kleine Bläschen in den Ablagerungen

Steine in allen Farben

Wasserfall bei Soda Springs


Rot gefärbtes Gras im Fluss

Beim Camper zurück waren wir zwar müde von den beiden Tracks, sind aber trotzdem noch eine Stunde bis Taupo gefahren. Der Campingplatz in Whakapapa hatte keinen Spielplatz und der hier in Taupo hat nicht nur einen riesigen Spielplatz mit Hüpfkissen, sondern auch zwei Pools, einer mit 32 Grad und der andere mit 39 Grad. Wir haben ihn alle drei genossen :-)


Lake Taupo von weitem


Lake Taupo aus der Nähe, leider etwas schief

Waitomo Caves - Whakapapa (Tongariro National Park), Dienstag 11.3.2014

Heute sind wir wieder zwei Stunden gefahren, bis zum Tongariro National Park. Im Tongariro National Park findet man vor allem Vulkane.

Mount Ruapuha

Berühmt ist vor allem der eine Vulkan als Schicksalsberg/Mount Doom aus der Herr der Ringe-Trilogie. In Wirklichkeit heisst er Mount Ngauruhoe, aber das kann man sich ja kaum merken. Er ist 1977 das letzte Mal ausgebrochen und wird als inaktiv angesehen. Der andere grosse Vulkan ist der Ruapehu. Dieser Vulkan ist noch aktiv und es gibt immer wieder kleinere Ausbrüche. Im Innern gibt es einen Kratersee und solange der blubbert, gibt es nichts zu befürchten. Nur wenn keine Bläschen mehr aufsteigen, kann es gefährlich werden, dann ist etwas verstopft.

Fast alle Wanderungen starten in Whakapapa und der Campingplatz und das Visitor Center ist auch dort. Der Ort ist sehr klein und besteht nur aus Hotels, Cafes und dem Campingplatz, ein Dorf nur für den Tourismus. Wir haben uns im Visitor Center informiert und sogar dort war man vom aktuellen Wetter begeistert. Normalerweise seien die Vulkane um diese Tageszeit schon wieder in Wolken gehüllt, heute sei die grosse Ausnahme.

Wir sind erst 7km weiter den Berg hochgefahren - ins Skigebiet. Ja, richtig gelesen, auf dem Vulkan kann man im Winter Ski fahren! Der Sessellift und die Skihütten sehen extrem deplatziert aus zwischen dem Lavagestein. Oben am Kraterrand gibt es sogar 16 kleine Gletscher.

Skigebiet Whakapapa
Sessellift auf dem Vulkan


Vom Parkplatz kann man in 10 Minuten zu Meads Wall laufen, von der man die Aussicht über die Lavafelder und zum Mount Doom bewundern kann.

Mount Doom/Schicksalsberg

Am Nachmittag haben wir vom Campingplatz aus den Silica Rapids Walking Track gemacht (2,5h, 7km). Der Fluss, dem der Track folgt, zeigt schön die verschiedenen Metalle, die in den vulkanischen Gesteinen eingeschlossen sind und durch das Wasser ausgespült werden. Die rote Farbe stammt von Eisenoxyd, also Rost.

Von Eisenoxyd verfärbter Fluss

Nochmal Mount Doom


Der Weg quert ein sumpfiges Feld mit Aussicht auf Mount Ruapehu und endet bei den Silica Rapids. Dort fliessen drei Flüsse mit unterschiedlichen Farben zusammen, der eine rostrot, der andere moosig-grün und der dritte gelblich-weiss. Diese Farbe stammt von Aluminium und Siliciumdioxid. Weil es länger nicht mehr geregnet hat, führt der grüne Fluss gerade kein Wasser.

Silica Rapids

Nach den Silica Rapids führte ein anderer Weg zurück zum Campingplatz. Dabei querten wir ein Lavafeld mit wieder ganz anderen Pflanzen und sogar kleinen Blumen.



Urs und Alice vor dem Mount Doom
Leider ging die letzte halbe Stunde der Route der Strasse entlang. Es gab zum Glück kaum Verkehr und die Aussicht war auch eindrücklich.

Aussicht bei der Rückkehr nach Whakapapa


Alice will die gleichen Bücher lesen wie die grossen. Zum Glück haben wir zwei Reiseführer